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Willkommen beim Okinawa Shidokan Shirasagi Dojo Marburg

Traditionelles Okinawa Karatedo

Auf diesen Seiten finden Sie Informationen über
traditionelles Okinawa Karate, welches seit 1992 auch in Marburg geübt wird.

Tradionelles Okinawa Karate Do
Übungszeiten

Anfängerkurse: Di. Do. 19:00 - 20:30
Karate: Mo. Mi. Do. 19:00 -20:30 / 20:30 - 22:00
Kumite: Di. 20:30 - 22:00
Kinderkarate: Di. Do. 17:00 - 18:00 (18:30 ältere)
Kobudo: Fr. 19:00 - 20:30

Dojo

Das Traditionelle Dojo

Unter einem Dojo versteht man den Ort, an dem asiatische Wegkünste ausgeübt werden. Übersetzt bedeutet Dojo „Ort, an dem der Weg geübt wird“, in unserem Fall der Weg des Karatedo.

 Im erweiterten Sinn bedeutet es auch „Ort der Erweckung“ oder „Raum der Erleuchtung“ und deutet so darauf hin, dass das Dojo ebenso eine Stätte der Meditation und Konzentration ist, in dem der Geist des Budo gepflegt wird.  

In diesem Sinn kann jede Turnhalle und jeder Park, in dem ernsthaft geübt wird, ein Dojo sein. Jedoch wird ein besonderer Übungsraum, schlicht und nach der Tradition eingerichtet, der ausschließlich der Wegübung dient, eine intensivere Beziehung der Schüler und Lehrer zu ihrer Kampfkunst erlauben. 

Das „Shirasagi-Dojo Marburg“ existierte bereits viele Jahre in Turnhallen und manchmal auch im Botanischen Garten, bevor wir 2004 Räume in der Liebigstraße beziehen konnten.

Erst seit wir uns dort unseren eigenen Ort der Wegübung geschaffen haben, ist uns bewusst, wie sehr ein würdevoller Raum unsere eigene Haltung beeinflusst und die Kraft, die den Übenden auf dem Weg hält, stärkt. Deswegen wird dieser Ort auch immer von allen Karateka in sauberem und ordentlichem Zustand erhalten.

Im traditionellen Dojo nimmt die Wand gegenüber dem Eingang das „Shomen“ ein, der „Ort der Ehre“, an dem ein Bild des Stilgründers bzw. Bilder der Großmeister zu sehen sind.

Betritt ein Karateka das Dojo, so verbeugt er sich zunächst vor dem Shomen, sie oder er lassen die Alltagshektik zurück und suchen Konzentration in der Stille. Jetzt wird nicht mehr geredet über das Gestern oder Morgen, sondern es gilt das Hier und Jetzt und die gemeinsame Übung. 
Alle Schüler tragen wie die Lehrer den weißen Karateanzug (Karate-Gi), sie unterscheiden sich äußerlich nur durch die Farbe des Gürtels (Obi), dem jedoch keine allzu große Bedeutung gegeben werden sollte.
Die Kampfkünste entstammen einer langen Tradition, die auch heute ihren Ausdruck vor allem im Verhalten der Übenden finden soll. Die überlieferten Verhaltensregeln im Dojo (Dojokun) sind daher genau festgelegt und immer zu beachten. Zum Beispiel bezeugt die Begrüßung vor und die Verabschiedung nach der Übung Respekt vor der Tradition, den Lehrern und vor den Mitstreitern. Die dabei ausgeführte Verbeugung, das „Rei“, das auch am Anfang und Ende jeder Kata steht, erzieht uns zu Höflichkeit und zur Disziplinierung des Geistes. Das „Rei“, in der rechten Weise ausgeführt, bekundet auch den Willen, sich selbst zu überwinden und sein Bestes zu geben und ist insofern viel mehr, als ein einfacher Gruß.
Es sind die traditionellen Werte der Achtung, der Demut, der Solidarität, die uns in der gemeinsamen Übung des Karatedo voranbringen und uns helfen, kleinlichen Egoismus zu überwinden. Unser Ziel ist schließlich nicht der schnelle äußere Erfolg, sondern Selbsterkenntnis.
 
Der erste Kampf, den es zu gewinnen gilt,  ist der gegen sich selbst

Budo

Von der Bezwingung des Gegners zur Bezwingung des Selbst

Im Okinawa Shorinryu Shidokan wird Karatedo als Kampfkunst betrieben.
Wir üben den Weg der Leeren Hand im Geiste des Budo.
Der Begriff Budo bezeichnet die Philosophie der japanischen Kampfkünste. Übersetzt bedeutet Budo der Weg des Kriegers. Ziel dieses Weges ist es, sich selbst zu bezwingen. Der Sieg über andere ist zweitrangig. Budo ist mehr als eine Kampfmethode (Bujutsu), als ein Kampfsport. Es geht nicht darum, höher zu treten oder schneller zu schlagen als ein anderer. Wer dem Weg des Kriegers folgt, tut dies nicht, um Pokale zu erringen, sondern um sich selbst zu erkennen.
Auf dem Weg des traditionellen Karatedo wird der Schüler konfrontiert mit den eigenen Schwächen und lernt, sie zu überwinden. Karatedo wird zu einem Prozeß der Selbsterfahrung. Schritt für Schritt verbessern sich die Reaktion, die Atmung und die Körperhaltung. Die Selbstdisziplin und die Konzentration steigen, das Selbstbewußtsein wächst. Wer beständig übt wird psychisch und physisch stark. Wer stark ist muß nicht mehr gegen andere kämpfen, er muß nichts mehr beweisen.
So ist traditionelles Karatedo ein Weg zu einem ausgeglichen und friedfertigen Geist.
Ein Karateka sollte die Hand eines Teufels und das Herz eines Buddhas haben.

Der Weg des traditionellen Karatedo ist gekennzeichnet durch ständiges Üben, denn Karate-do ist ein Weg der Erfahrung, nicht des Intellekts.
Durch exakte und ständige Wiederholung der Übungen schult der Karateka seinen Geist und seinen Willen.
In der Annäherung an ein Ideal lernt der Schüler Geduld mit sich selbst und somit auch mit anderen zu haben.Es gilt, sich immer vor Augen zu halten, daß Budo nicht das Sein lehrt, sondern das Werden.
Ein ganz grundlegender Punkt beim Üben des Karatedo ist das rechte Verhalten. Karatedo beginnt und endet mit Respekt.
Ein Karateka ist kein Einzelkämpfer, denn er beschreitet den Weg des Karatedo nicht alleine. Erst unter Anleitung eines Meisters (Sensei) und in Gemeinschaft mit den anderen Übenden entwickelt er sich. Durch die gemeinsame Übung wird soziales Verhalten innerhalb einer Gruppe und im übertragenen Sinne innerhalb einer Gesellschaft gefördert.

In allen Dojos der Okinawa Shorinryu Shidokan Schule spielen deshalb die von Großmeister Miyahira Katsuya 10.Dan Hanshi, besonders betonten Tugenden wie Aufrichtigkeit, Ehrenhaftigkeit, Gerechtigkeit und Solidarität eine große Rolle.
Wird der Schüler unter der Leitung eines Meisters (Sensei) an die Kampfkunst heran geführt, so wird ein wirklicher Lehrer des Weges, jeden Bewerber zunächst auf sein inneres Potential hin zum Weg prüfen. Der angehende Schüler durchläuft daher von Anfang an, die von seiner Budo-Disziplin vorgegebene Schülerstufen des jeweiligen Graduierungssystem (Kyudan) der Mudansha-Ebene.
Bis der Bewerber sich zum tatsächlichen Wegschüler des Budo entwickelt hat, vergehen einige Jahre des gegenseitigen kennenlernens in der Shu-Form, vom weißen Gürtel (Obi) bis zum braunen Gürtel. Diese Zeit der Vorbereitung besteht darin, den Übenden hin zur entsprechenden körperlichen und geistigen Form, wie sie der Weg meint, zu führen und ihn auf den Weg des Budo vorzubereiten. Hier erlernt der Übende zunächst die Grundtechniken (Kihon /Omote) des jeweiligen Stils und die dazu erforderliche innere Haltung, die eine wirkliche, wegorientierte Lehre erst möglich macht.{mospagebreak} 
Die innere Lehre, verbunden mit der technischen Verfeinerung des jeweiligen Systems (Okuden) erfordert eine vom Übenden ausgehende Budo-Beziehung zu seinem Lehrer und zu der Kunst, in der er sich übt, um die Herausforderungen des Weges zu bestehen. Nimmt ein Übender die Herausforderungen des Weges an, und zeigt dies nicht nur durch seine gute Technik, sondern vor allem durch sein vorbildliches Verhalten, in all seinen Handlungen, wird der Lehrer ihn als Weg-Schüler annehmen. Ein wahrer Budo-Lehrer wird ohne eine echte Lehrer/Schüler-Beziehung (Shitei) den wahren Weg des Budo nicht lehren.
Nun wird der Lehrer seinen künftigen Schüler vernünftig an die Kampfkunst heran führen. Ein Bewerber für die Budo-Kunst ist nicht mit dem Eintritt in ein Karate-Dojo von Beginn an automatisch Schüler dessen, der darin den Weg des Budo lehrt. Nein, das wirkliche Schülersein beginnt erst mit dem Eintritt in die Ha-Form, dann also, wenn der Übende nach jahrelanger harter Übung seine Prüfung zum 1.Dan (Shodan) bestanden hat, und jetzt sehen kann, wo und was der Weg ist. Oft wird das Erreichen des Shodans mit einer Meisterschaft in einer Budo-Disziplin verwechselt. Das Erreichen einer echten Budo-Meisterschaft erfordert vom Weg-Schüler eine jahrelange Budo-Erfahrung und natürlich auch Lebenserfahrung. Man kann Budo nicht im Crash-Kurs erlernen, so wie manche modernen Kampfsportarten mit ihren Methoden dem Neuling glauben machen wollen, denn der Weg des Budo erfordert mehr als nur körperliche Technik.{mospagebreak}
"Budo beginnt dort, wo die Technik aufhört", sagt man und meint damit, dass Budo eine Kunst ist, die man sein ganzes Leben lang übt, wodurch man im Budo und durch Budo die Selbstperfektion sucht. Zur wahren inneren Meisterschaft, also zur echten Budo-Meisterschaft, gelangen nur sehr wenige Schüler nach langer Zeit des harten Übens erst, mit Bestehen der Prüfung zum 5.Dan (Godan -Renshi).
Der ideale Budoka zeichnet sich dadurch aus, indem er mit der Hand eines Teufels, aber dem Herz eines Buddhas den Weg des Budo beschreitet.
Er steht dem Leben mit der Haltung eines Menschen mit wachem Geist in einem gesunden Körper gegenüber, und achtet dieses in der ganzen Vielfalt seiner Formen.
Ein echter Budoka steht für das Leben und für Harmonie, und nicht für Tod und Zerstörung. 

Sensei

Das Marburger Dojo wird geleitet von Kurt Frey und Michel Bader (beide 6. Dan Renshii)
Dem europäischen Zweig steht Sensei Joachim Laupp (9. Dan Hanshi) vor