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Seite 1 von 4 BUDO - Von der Bezwingung des Gegners zur Bezwingung des Selbst Im Okinawa Shorinryu Shidokan wird Karatedo als Kampfkunst betrieben. Wir üben den Weg der Leeren Hand im Geiste des Budo. Der Begriff Budo bezeichnet die Philosophie der japanischen Kampfkünste. Übersetzt bedeutet Budo der Weg des Kriegers. Ziel dieses Weges ist es, sich selbst zu bezwingen. Der Sieg über andere ist zweitrangig. Budo ist mehr als eine Kampfmethode (Bujutsu), als ein Kampfsport. Es geht nicht darum, höher zu treten oder schneller zu schlagen als ein anderer. Wer dem Weg des Kriegers folgt, tut dies nicht, um Pokale zu erringen, sondern um sich selbst zu erkennen. Auf dem Weg des traditionellen Karatedo wird der Schüler konfrontiert mit den eigenen Schwächen und lernt, sie zu überwinden. Karatedo wird zu einem Prozeß der Selbsterfahrung. Schritt für Schritt verbessern sich die Reaktion, die Atmung und die Körperhaltung. Die Selbstdisziplin und die Konzentration steigen, das Selbstbewußtsein wächst. Wer beständig übt wird psychisch und physisch stark. Wer stark ist muß nicht mehr gegen andere kämpfen, er muß nichts mehr beweisen. So ist traditionelles Karatedo ein Weg zu einem ausgeglichen und friedfertigen Geist. Ein Karateka sollte die Hand eines Teufels und das Herz eines Buddhas haben. Wer andere erkennt, ist klug. Wer sich selbst erkennt, ist erleuchtet. Wer andere überwindet, hat Kraft; wer sich selbst überwindet, ist stark. Laotse
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